Dienstag, 10. Juli 2012

Rundreise Südweststaaten - Arches Natl. Park, Canyonlands, Colorado N.M., Capitol Reef, Bryce

Hallo zusammen,

weil wir gerade nicht mehr so viel Zeit haben, und bald zu einer Abendwanderung im wunderschönen Bryce Canyon aufbrechen wollen, hier einfach ein paar Bilder aus den letzten Tagen.

Während unserer Wanderung im Bryce Canyon sehen wir, dass in einem Tal unzählige Steinmännchen aufgestapelt sind. Das sieht echt witzig aus.

Nadine umarmt einen Goblin (aber nicht zu fest, denn der Stein ist extrem heiss...)

Nadine zwischen einer Infotafel und dem Waterpocket Fold des Capitol Reef National Park

Das hat Michael viel mehr interessiert als die Infotafeln

So ein hübsches Vögelchen

 Nadine macht gefühlte 1000 Photos vom Bryce Canyon
Wir beide sind etwas kaputt von dem Aufstieg aus dem Tal, aber froh so einen schönen Sonnenuntergang zu sehen
Michael vor dem "Capitol" im Capitol Reef National Park

Wir haben einen wunderschönen Sonnenuntergang im Colorado National Monument erlebt

In Moab gab es kurzzeitig sinntflutarigen Regen. So schön die Abkühlung für uns auch war, kurzzeitig stand alles unter Wasser.

Michael klettert auf den Double Arch im Arches National Park, wie schon vor 13 Jahren als er mit seiner Family dort war.

Oben angekommen :-) (aus der Fotoperspektive sieht man, dass Nadine es auch geschafft hat)

Der berühmte Delicate Arch

Wir beide lassen uns vor der schönen Kulisse fotografieren

Feuerteufel...

Die Wanderung im Arches National Park war wirklich anstrengend, aber spektakulär. Wir hätten vielleicht nicht in der Mittagshitze gehen sollen, es ging nur knapp am Sonnenstich vorbei.

Tolles BBQ auf dem Horsethief Campground nahe des Canyonlands National Park

Die Steine im Goblin Valley bilden eine echt coole Landschaft

Im Capitol Reef National Park konnte man toll in den Felsen klettern

Die Gesteinsformationen bekommen ihren Namen immer nach etwas, das so ähnlich aussieht. Wie dieser Fels wohl heissen mag?

An den kleinen Chipmunks haben wir viel Freude. Die sind total putzig (der Apfel ist nicht von uns, füttern darf man die Tierchen ja offiziell nicht)

Bryce Canyon im Abendlich - schöner könnte es nicht sein

Wusstet Ihr, dass es Kolibris in den USA gibt?

Nadine vor dem Window's Arch

Mittwoch, 4. Juli 2012

Rundreise Südweststaaten - Fuchs Du hast die "Gans" gestohlen

Kurzes Update zum letzten Post aus dem Soap Creek.
Der freundliche Camphost - ein Rentner aus Texas - hat uns jeden Abend auf die Gefahren in der Region hingewiesen. So sei es nicht ausgeschlossen, dass man Bären begegnet, ausserdem sei ein mountain lion (Puma) in letzter Zeit gesichtet worden. Das diese auf dem Campingplatz erscheinen, sei jedoch eher unwahrscheinlich. Ganz sicher könne man aber einem Fuchs begegnen, der nicht sehr gesund aussähe und vor dem man sich daher ebenfalls in Acht nehmen sollte (gut das wir doch die Tollwutimpfung haben).
Jedenfalls sitzen wir am Abend gemütlich in der Dämmerung auf der Picknickbank, als wir es rascheln hören. Wer kommt denn da in unsere Campsite getrottet? Es ist tatsächlich der Fuchs. Er verschwindet hinter unserem Campervan, taucht aber nicht auf der anderen Seite wieder auf. Einige Sekunden später kommt er wieder auf der Seite aus der er kam hervor uns verschwindet wieder im Wald. Man kann noch sehen, dass er eine Beute im Maul hat. Wir denken: "Armes Eichhörnchen".
Am kommenden Morgen packen wir unsere Sachen zusammen wollen losfahren. Wie an jedem Morgen lege ich meine Fototasche und meine Kappe neben mich, falls wir spontan irgendwo anhalten, um Fotos zu machen. Doch halt...wo ist meine Kappe? Wir durchsuchen den ganzen Van und dessen Umgebung, gehen auch noch einmal hinunter zum Fluss, wo ich die Kappe das letzte mal bewusst aufhatte, doch sie bleibt unauffindbar. In diesem Moment fällt mir wieder ein, dass ich die Kappe gestern nach dem Ausflug zum Fluss auf den Campingtisch gelegt hatte, den wir - da im Schatten - hinter unserem Campervan aufgebaut hatten. 1 + 1 = Fuchs + Beute....
Heute habe ich mir im Walmart eine neue Kappe gekauft. Ich hoffe, dass die alte Kappe dem Fuchs geschmeckt hat.
Bye bye,
MR

Kleiner Nachtrag - Annette hat dieses Bild gefunden, was total gut zum Post passt:

Rundreise Südweststaaten - Soap Creek

Nach einigen ereignisreichen Tagen legen wir nun einen lazy day im Soap Creek ein. Wir sind inzwischen in den Rocky Mountains angekommen. In der Touristeninfo von Colorado hat uns ein Ranger einen Geheimtip für einen Campingplatz gegeben. Dieser befindet sich in einer National Recreation Area an einem Stausee. Allerdings seien die meisten der Campingplätze dort nicht so schön gelegen, wir sollen unbedingt zum Soap Creek Camping fahren. Wieder einmal führt unser Weg über eine unpaved road durch zuerst recht öde Landschaft abseits der Hauptstrassen.
Mit jeder Meile, die wir tiefer in den Soap Creek fahren, wird die Landschaft aber immer grüner, wilder und - für uns - immer schöner. Der Campground selber liegt eingebettet in einem Waldstück direkt am Fluss. Unsere direkten Nachbarn sind dieses mal keine anderen Camper, sondern diverse Chipmunks, Squirrels, Eichhörnchen, Kolibris(!) und ein Specht. Natur pur. Wir verbringen die Zeit mit dem Bau eines Staudamms, der Überquerung des Flusses, wildlife spotting und der Planung der kommenden Wochen.
Das süsse Eichhörnchen wohnt direkt neben unserem Stellplatz und ist wirklich extrem putzig anzuschauen.

Bei einem Spaziergang muss der Fluss mehrmals waghalsig überquert werden

Michael's Meisterleistung, ein formschöner Staudamm im Fluss gleich hinter dem Campingplatz

Rundreise Südweststaaten - Monument Valley und das Ende unseres Campervans?

Abendessen an dem Campingplatz "Lone Rock" am Lake Powell

Im Antelope Canyon - vor unserer Anfahrt ins Monument Valley

Abends im Monument Valley angekommen, wollen wir die 26km lange Rundstrecke durch das Tal abfahren. Die Warnung vor der extrem schlechten Strasse besorgt uns zwar etwas, hält uns aber nicht davon ab, die Fahrt mit unserem Campervan zu unternehmen. Immerhin ist unser Van weit unter der maximal empfohlenen Länge, um die Strasse überhaupt befahren zu dürfen. Die unbefestigte Strasse ist wirklich unfassbar schlecht, aber Michael kämpft sich in langsamen Tempo durch.

Vor der Einfahrt auf die Scenic Rundstrasse im Monument Valley - alle noch Happy

Bis das Schlimmste passiert, es Knallt, klappert und das Auto ist kaputt. Ein kurzer Blick macht klar, dass ein Teil der Aufhängung runterhängt und am Boden schleift. Was nun? Im Reiseführer steht, dass die für den Nationalpark zuständigen Navajos bei Pannen gerne für viele Dollars helfen. Wir wollen schon bei der Nationalparkverwaltung anrufen, aber das Handy hat kein Netz.
Etwas verzweifelt halten wir das nächste Auto an, voll besetzt mit einer Familie. Der Fahrer (Nick) springt sofort unter unseren Van und schaut sich den Schaden an. Nach kurzer Beratung entschliessen wir uns, das runterhängende Teil nach oben zu binden. Ohne zu Zögern geht Nick wieder ans Werk und befestigt das Teil. Unsere Wäscheleine aus Paraglider-Schnur leistet gutet Dienste. Zum Glück können wir so weiter fahren.
Nick besteht darauf, den Rest der Strecke hinter uns her zu fahren, falls noch etwas passieren sollte. Nach einigen bangen Kilometern erreichen wir wieder den Parkplatz, das schlimmste ist überstanden. Wir bedanken uns herzlich bei Nick und seiner Familie, die uns wie selbstverständlich geholfen haben und für uns auf einige Fotostops und Abstecher im Monument Valley verzichtet haben.
Im nächsten kleinen Örtchen (Goulding) suchen wir uns ein Telefon und kontaktieren die Van-Vermietung, diese versprechen uns am nächsten Morgen Hilfe zu schicken. Wir bleiben über Nacht auf dem Nahe gelegenen Campingplatz und es taucht tatsächlich jemand auf, der unseren Van reparieren kann. Letztendlich ist nur ein Bolzen rausgesprungen, der ohne weiteres ersetzt werden kann. Als wir nach der Rechnung fragen, sagt der Mechaniker, er sei von der Gemeinde und dafür zuständig, dass alles läuft. Wir seien Gäste hier und das hätte er gerne getan, er möchte kein Geld. Wow! Die Hilfsbereitschaft der Amerikaner ist wirklich unglaublich. Wir geben ihm natürlich trotzdem ein paar "Bucks".

Zum Glück war nur der Bolzen rausgefallen, der den weissen Dämpfer. Auf dem Bild ist es schon wieder repariert :-)

Rundreise Südweststaaten - Unser Campervan und Grand Canyon

Nach einem riesigen AllYouCanEat-LunchBuffet im Hotel machen wir uns auf, den Campervan abzuholen. Weil aber der Taxifahrer die Strasse nicht findet und 3x im Kreis fährt gibt es ziemlich Streit (wir zählen mit: 1. Mal Ärger mit dem Taxi). Unser Campervan ist echt cool (Area 51), aber innenräumlich doch sehr beschränkt. Wie sollen wir das wohl hinbekommen mit unseren beiden grossen Rucksäcken, Vorräten und allem???

Unser Campervan am noch fast leeren Fluss-Strand. Es ist so heiss heiss heiss...

Michael beim Einkaufen

Da es auch schon spät ist, entschliessen wir uns über Nacht in Bullhead City zu bleiben, das ist nur 1,5 Stunden Fahrt von Las Vegas aus. Der Reisefüher verspricht einen Campground direkt am Colorado River. Der Platz ist wirklich total schön gelegen und es gibt viele weit verteilte Stellplätze direkt am Flussufer, von denen die meisten frei sind. Nachdem wir unsere Sachen fürs erste in unserem Campervan verteilt haben, gibt es nur zwei Wehmutstropfen, welche die ansonsten perfekte Campingnacht stören:
1.) Es ist heiss, extrem heiss, noch 35°C als wir versuchen zu schlafen und wir haben keine fancy Klimaanlage mit Generator.
2.) Direkt neben uns parkt ein Riesencampmobil ein, mit eben genau einer solchen Klimaanlage, deren Generator die komplette Nacht laufen muss und der die schöne Ruhe erheblich stört.

Am nächsten Tag gehts auf zum Grand Canyon National Park. Am frühen Nachmittag kommen wir an, plötzlich öffnet sich die flache Landschaft und der Canyon wird sichtbar. Es ist awesome, gorgeous, terrific, wonderful. Einfach riesig und kaum fassbar. Am South Rim kann man entlang laufen und man kommt an vielen beeindruckenden View Points vorbei. Wir schaffen ca. 8 Meilen (fast 13 Kilometer), ehe wir uns mit dem kostenlosen Shuttle-Bus zurück fahren lassen.

Michael vor der beeindruckenden Kulisse des Grand Canyon

Nadine beim Wandern am Grand Canyon entlang

 Auch hier bleiben wir von Spam nicht verschont


Auf und neben der Strasse gibt es viel zu sehen

Der "Horseshoe Bend" auf dem Weg zu unserer nächsten Etappe: Echt cool.

Rundreise Südweststaaten - Anreise und Ankunft

Der Flug nach Las Vegas ist wieder etwas unerfreulich. Wir sitzen auf dem immerhin 5,5 Stunden dauernden Flug wieder getrennt und eingequetscht auf Mittelplätzen. Michael darf nun auch erstmals eine Bekanntschaft mit einer XXL-Lady machen. Auf dem Sitzplatz neben ihm sitzt die Dame, die ca. 1,5 Sitzplätze benötigt, wodurch Michael rechnerisch noch 0.5 Sitzplätze übrig bleiben.
Entsprechend kaputt und einiges später wie geplant kommen wir in Las Vegas im Stratosphere Hotel an.
Ankunft am Stratosphere Hotel
Beim Einchecken verrät uns die Rezeptionistin, dass wir für die heutige Show als Hotelgäste 50% Rabatt bekommen würden. Eine Show wollten wir uns in Las Vegas sowieso anschauen, wieso also nicht ...und landen in "Bite": Vampir-Topless/Dancing/Singing/Acrobatic Show. Es war nicht schlecht, und die topless Mädels waren sogar richtig hübsch.

Topless Show "Bite" - hier haben alle noch das Top an...
Nach der Show fahren wir auf den Stratosphere Tower hoch und geniessen die tolle Aussicht über den Strip und das funkelnde Las Vegas.
Nach einer Nacht im riesigen King Bed (man kann sich auch problemlos quer reinlegen) testen wir unser Glück an den Spielautomaten des Hotels. Am witzigsten erweisen sich die 1ct-einarmigen-Banditen, bei denen man mit einem Dollar schon ganz schön lange spielen kann, bis das Geld weg ist. Insgesamt halten sich Verluste (ca. 15 Dollar) und Gewinne (5 Dollar) in Grenzen.

Michael hat sichtlich Spass beim Gambeln am 1ct Automaten

Nadine versucht auch ihr Glück

Michael kann kleine Gewinne einsammeln