Mittwoch, 18. Juli 2012

Rundreise USA Südweststaaten - Vom Valley of Fire zurück nach Las Vegas

Heute ist unsere Rundreise durch die Südweststaaten zuende gegangen. Nach einem zweitägigen Aufenthalt im Valley of Fire, das uns sehr gut gefallen hat, sind wir nun wieder in Las Vegas und warten auf unseren Flug nach San Francisco.

Wieder in der "Zivilisation" angekommen, waren wir gestern erst einmal im Factory Outlet shoppen. Meine Fehleinschätzung, mit nur zwei Paar Schuhen auszukommen (Trekking-Schuhe und
FlipFlops), habe ich nun korrigiert und mir ebenfalls ein Paar Sandalen für Wanderungen bei
30 Grad und mehr zugelegt. Nun kann Nadine ihre Sandalen auch wieder zurückbekommen :-S

Am Abend haben wir dann noch einmal die Casinos und den Strip unsicher gemacht, ehe wir dann recht spät am Abend unsere erste und einzige Nacht ausserhalb eines Campgrounds verbracht haben...auf dem Parkplatz der Campervanvermietung.

San Francisco wir kommen! Mehr dazu in Kürze.

Viele Grüsse,
MR
Schuhe bzw. Füsse nach einer staubigen Wanderung

Es ist so heiss, dass man sich schon mal flach in den Schatten legen muss...

...manchmal sogar in ganzen Gruppen zu beobachten. Das sieht ziemlich ulkig aus :-)

 
 Die Wave wurde erst im Jahr 2009 entdeckt

 Sie ist aber bereits auf unserem Reiseführer auf dem Titel, was uns zu diesem Bild veranlasst hat

Selbstportrait. Die 10 Sekunden hätten fast nicht ausgereicht, um noch auf dem Bild zu sein.

In Nevada gibt es keinen "Fire Ban". Endlich grillen mit Holz und Kohle und viel Fleisch on top

 So ein schönes Lagerfeuer. Aus dem Handy erklingt dazu passend: Country Music

 Was soll das denn? Die zum zweiten Mal kaputt gegangene Handle zum öffnen der Tür wird durch die Allzweckwaffe "Gleitschirmleine" ersetzt und tut gute Dienste

Zurück in Las Vegas tauschen wir unseren Campervan um in ein passendes Fahrzeug. *Schön wär's..*

Michael steht total auf die Nerds. Hier sogar in der XXL-Packung der Geschmacksrichtiung Grape and Strawberry (unterwegs gabs nur die Mini-Rainbow-Nerds zu naschen)

Fast wären wir aus diesem Laden nicht mehr rausgekommen, hier gibt es die unglaublichsten Süssigkeiten. Hier will man bleiben und sterben (an Zuckerschock).

Im Venetian Hotel (innen drin!). Der künstliche Himmel und die Häuserfassade sind echt cool gemacht. Die Illusion ist fast perfekt.

Die kostenlose Piratenshow vor dem Treasure Island Casino, die Michael schon vor 13 Jahren mit seiner Family angeschaut hat, gibt es immer noch. Nur sind es inzwischen sexy Sirenen, welche die Besucher bezaubern (nicht mehr ganz jugendfrei).

 
Noch eine Las Vegas Ikone - vor dem Mirage bricht stündlich der Vulkan aus

Las Vegas Strip bei Nacht - einfach unglaublich

Samstag, 14. Juli 2012

Rundreise USA Südweststaaten - Flusswanderung in den Narrows

gestern haben wir im Zion National Park eine wunderbare Wanderung durch den Virgin River gemacht. Am Ende der befahrbaren Strasse wird das tief eingeschnittene Tal sehr eng (bis zu 3 Meter) und man kann nur noch zu Fuss Flussaufwärts wandern. Teilweise ist man dabei links und rechts nur noch von Felswänden umgeben, so dass man nur im Flussbett laufen kann.
Glücklicherweise haben wir uns dazu entschlossen, früh aufzubrechen. Wegen der Gewittervorhersage für den Nachmittag ist dies besonders ratsam, da ansonsten die Gefahr von "flash floods" erhöht ist. So haben wir uns also zum Ziel gesetzt, den Canyon bis um 12 Uhr am Mittag wieder zu verlassen. Aus folgenden zwei Gründen stellte sich dieser Entscheid als gut heraus:
1.) Pünktlich um 12:15 Uhr setzt das vorhergesagte Gewitter mit starkem Regen ein
2.) Ab 11 Uhr kommen uns auf dem Weg aus dem Canyon hunderte weiterer Touristen und Reisegruppen entgegen. Von der Ruhe und dem Genuss des frühen Morgens ist nichts mehr zu spüren. Kein Wunder bei ca. 3 Millionen Gästen, die jährlich den Park besuchen.
Insgesamt war es aber ein einmaliges und sehr beeindruckendes Erlebnis (vorausgesetzt man hat keine Angst, bis über dem Bauchnabel nass zu werden).

Viele Grüsse,
Michi und Nadine

Mittwoch, 11. Juli 2012

Michael vs. Sheriff von Garfield County

Heute haben wir beschlossen, erst gegen späten Nachmittag eine grössere Wanderung durch den Bryce Canyon zu machen. Davor schauen wir uns noch einen etwas entlegeneren View Point an. Bei der Fahrt zum Aussichtspunkt stelle ich fest, dass unser Benzintank noch ca. zu einem Viertel gefüllt ist. Also kein Problem, damit kommen wir noch über 200 km weit. Nach dem View Point (Fahrstrecke ca. 10 km) leuchtet im Armaturenbrett eine Anzeige "low fuel". Häh? Waren da nicht eben noch wer weiss wie viele Gallonen im Tank? Leichte Unruhe macht sich breit. Was sollen wir machen? Wir wählen die sichere Variante und biegen an der Abzweigung nicht wieder in Richtung Brye Canyon ab, sondern in Richtung Park Entrance, an dem sich eine Tankstelle befindet.
Doch auf der Strecke dahin macht sich die Tanknadel so langsam wieder auf den Weg Richtung 25%. Was ist dann da schon wieder mit unserem Campervan los? Kann das sein? Gebannt verfolgen wir die Anzeige, die sich tatsächlich im Schneckentempo weiter und weiter nach rechts bewegt.
Aus dem Augenwinkel erkenne ich das uns entgegenkommende Polizeifahrzeug und eine Sekunde später im Rückspiegel, wie eben dieses einen sportlichen U-Turn hinlegt, die Signallichter erleuchten und der Jeep im Rückspiegel grösser und grösser wird. War die Tanknadel etwa das Einzige, das sich mit Schneckentempo fortbewegt hat? Oh oh, ganz offensichtlich ist dem so. Kurze Panikattacke und schwupps rechts in den nächsten Parkplatz abgebogen. Das Polizeiauto im Grossformat im Rückspiegel hält direkt hinter mir an. Schnell aus dem Auto aussteigen, um die Situation zu erklären. Da schallt schon eine Stimme von hinten: "Step back into the car!" Ups. Habe trotz der vielen Hollywood-Filme, in denen man diese Situation schon häufiger gesehen hat, vergessen, dass wir in Amerika sind. Aussteigen verboten, wenn der Sheriff einen anhält. Also schnell wieder rein in den Van. Der Rest ist schnell erzählt. Die Reisekasse ist um 90 Bucks ärmer. Speeding zwischen 1 und 10 miles per hour = 90 USD. Ich hatte nach Abzug der Toleranz 5 mph zu viel. Einen Versuch, dem Sheriff zu erklären warum ich zu schnell war, habe ich mir erspart (hätte ihn sehr wahrscheinlich auch nicht interessiert). Ich schiebe die Schuld teilweise auf die Anzeige unseres Vans, ohne die wir gar nicht in die "falsche" Richtung abgebogen wären. Danach war ich für den Rest des Tages das langsamste Auto auf der Strasse...
Viele Grüsse,
MR
Busted!

Dienstag, 10. Juli 2012

Rundreise Südweststaaten - Arches Natl. Park, Canyonlands, Colorado N.M., Capitol Reef, Bryce

Hallo zusammen,

weil wir gerade nicht mehr so viel Zeit haben, und bald zu einer Abendwanderung im wunderschönen Bryce Canyon aufbrechen wollen, hier einfach ein paar Bilder aus den letzten Tagen.

Während unserer Wanderung im Bryce Canyon sehen wir, dass in einem Tal unzählige Steinmännchen aufgestapelt sind. Das sieht echt witzig aus.

Nadine umarmt einen Goblin (aber nicht zu fest, denn der Stein ist extrem heiss...)

Nadine zwischen einer Infotafel und dem Waterpocket Fold des Capitol Reef National Park

Das hat Michael viel mehr interessiert als die Infotafeln

So ein hübsches Vögelchen

 Nadine macht gefühlte 1000 Photos vom Bryce Canyon
Wir beide sind etwas kaputt von dem Aufstieg aus dem Tal, aber froh so einen schönen Sonnenuntergang zu sehen
Michael vor dem "Capitol" im Capitol Reef National Park

Wir haben einen wunderschönen Sonnenuntergang im Colorado National Monument erlebt

In Moab gab es kurzzeitig sinntflutarigen Regen. So schön die Abkühlung für uns auch war, kurzzeitig stand alles unter Wasser.

Michael klettert auf den Double Arch im Arches National Park, wie schon vor 13 Jahren als er mit seiner Family dort war.

Oben angekommen :-) (aus der Fotoperspektive sieht man, dass Nadine es auch geschafft hat)

Der berühmte Delicate Arch

Wir beide lassen uns vor der schönen Kulisse fotografieren

Feuerteufel...

Die Wanderung im Arches National Park war wirklich anstrengend, aber spektakulär. Wir hätten vielleicht nicht in der Mittagshitze gehen sollen, es ging nur knapp am Sonnenstich vorbei.

Tolles BBQ auf dem Horsethief Campground nahe des Canyonlands National Park

Die Steine im Goblin Valley bilden eine echt coole Landschaft

Im Capitol Reef National Park konnte man toll in den Felsen klettern

Die Gesteinsformationen bekommen ihren Namen immer nach etwas, das so ähnlich aussieht. Wie dieser Fels wohl heissen mag?

An den kleinen Chipmunks haben wir viel Freude. Die sind total putzig (der Apfel ist nicht von uns, füttern darf man die Tierchen ja offiziell nicht)

Bryce Canyon im Abendlich - schöner könnte es nicht sein

Wusstet Ihr, dass es Kolibris in den USA gibt?

Nadine vor dem Window's Arch

Mittwoch, 4. Juli 2012

Rundreise Südweststaaten - Fuchs Du hast die "Gans" gestohlen

Kurzes Update zum letzten Post aus dem Soap Creek.
Der freundliche Camphost - ein Rentner aus Texas - hat uns jeden Abend auf die Gefahren in der Region hingewiesen. So sei es nicht ausgeschlossen, dass man Bären begegnet, ausserdem sei ein mountain lion (Puma) in letzter Zeit gesichtet worden. Das diese auf dem Campingplatz erscheinen, sei jedoch eher unwahrscheinlich. Ganz sicher könne man aber einem Fuchs begegnen, der nicht sehr gesund aussähe und vor dem man sich daher ebenfalls in Acht nehmen sollte (gut das wir doch die Tollwutimpfung haben).
Jedenfalls sitzen wir am Abend gemütlich in der Dämmerung auf der Picknickbank, als wir es rascheln hören. Wer kommt denn da in unsere Campsite getrottet? Es ist tatsächlich der Fuchs. Er verschwindet hinter unserem Campervan, taucht aber nicht auf der anderen Seite wieder auf. Einige Sekunden später kommt er wieder auf der Seite aus der er kam hervor uns verschwindet wieder im Wald. Man kann noch sehen, dass er eine Beute im Maul hat. Wir denken: "Armes Eichhörnchen".
Am kommenden Morgen packen wir unsere Sachen zusammen wollen losfahren. Wie an jedem Morgen lege ich meine Fototasche und meine Kappe neben mich, falls wir spontan irgendwo anhalten, um Fotos zu machen. Doch halt...wo ist meine Kappe? Wir durchsuchen den ganzen Van und dessen Umgebung, gehen auch noch einmal hinunter zum Fluss, wo ich die Kappe das letzte mal bewusst aufhatte, doch sie bleibt unauffindbar. In diesem Moment fällt mir wieder ein, dass ich die Kappe gestern nach dem Ausflug zum Fluss auf den Campingtisch gelegt hatte, den wir - da im Schatten - hinter unserem Campervan aufgebaut hatten. 1 + 1 = Fuchs + Beute....
Heute habe ich mir im Walmart eine neue Kappe gekauft. Ich hoffe, dass die alte Kappe dem Fuchs geschmeckt hat.
Bye bye,
MR

Kleiner Nachtrag - Annette hat dieses Bild gefunden, was total gut zum Post passt:

Rundreise Südweststaaten - Soap Creek

Nach einigen ereignisreichen Tagen legen wir nun einen lazy day im Soap Creek ein. Wir sind inzwischen in den Rocky Mountains angekommen. In der Touristeninfo von Colorado hat uns ein Ranger einen Geheimtip für einen Campingplatz gegeben. Dieser befindet sich in einer National Recreation Area an einem Stausee. Allerdings seien die meisten der Campingplätze dort nicht so schön gelegen, wir sollen unbedingt zum Soap Creek Camping fahren. Wieder einmal führt unser Weg über eine unpaved road durch zuerst recht öde Landschaft abseits der Hauptstrassen.
Mit jeder Meile, die wir tiefer in den Soap Creek fahren, wird die Landschaft aber immer grüner, wilder und - für uns - immer schöner. Der Campground selber liegt eingebettet in einem Waldstück direkt am Fluss. Unsere direkten Nachbarn sind dieses mal keine anderen Camper, sondern diverse Chipmunks, Squirrels, Eichhörnchen, Kolibris(!) und ein Specht. Natur pur. Wir verbringen die Zeit mit dem Bau eines Staudamms, der Überquerung des Flusses, wildlife spotting und der Planung der kommenden Wochen.
Das süsse Eichhörnchen wohnt direkt neben unserem Stellplatz und ist wirklich extrem putzig anzuschauen.

Bei einem Spaziergang muss der Fluss mehrmals waghalsig überquert werden

Michael's Meisterleistung, ein formschöner Staudamm im Fluss gleich hinter dem Campingplatz