Montag, 10. September 2012

Ecuador - Woche 3 - Galapagos

 Die Galapagos-Inseln: Eine über einem vulkanischen Hotspot entstandene Inselgruppe, umgeben von mindestens 1000 Kilometern Meer. Hier tickt die Evolution etwas anders. Viele einzigartige Spezies haben sich entwickelt.
Sehr kurzfristig (inkl. Umbuchung von Flügen) haben wir uns entschieden, dieses Naturparadies zu besuchen. Einen Tag auf der Insel, den wir zum tauchen genutzt haben, plus 8 Tage auf einem Schiff von Insel zu Insel. Dabei haben wir einzigartiges erlebt. Vom Tauchgang mit Hammerheien und Mondfischen bis zur direkten Begegnung mit Land- Luft- und Wasserlebewesen von fast unfassbarer fehlender Menschenscheu. Schroffe Vulkanlandschaften und unterschiedlichste Vegatationszonen auf engstem Raum.
Bei so vielen Bildern, war die Auswahl für den Blog nicht so einfach, darum sind es ein paar mehr geworden.
 
Unser Galapagosaufenthalt beginnt mit einem Tag auf der Insel Santa Cruz, den wir zum tauchen nutzen. Leider werden wir auf der Schiffsrundfahr nicht mehr tauchen können, warum auch immer hat das die Nationalparkbehörde verboten. Wenn man vom Schiff aus tauchen möchte, muss man auf spezielle Tauchschiffe, und das ist unter 3000USD pro Person und Woche nicht zu haben.
Also bleibt uns nur der eine Tag zum tauchen. Das Wasser ist extrem kalt (19 Grad), die Sicht schlecht und wir müssen unentwegt gegen die Strömung paddeln, sodass uns schon nach 35 min die Luft ausgeht. Trotzdem hat es sich gelohnt. Beim ersten Tauchgang sehen wir einen Schwarm Barracudas, Seelöwen die mit uns schwimmen und sogar Hammerheie, die etwas von uns entfernt davon schwimmen. Beim zweiten Tauchgang werden wir mit zwei Mondfischen belohnt (die auf englisch witzigerweise Sunfish heissen). Diese ulkigen Gesellen haben wir sonst bisher nur im Aquarium gesehen:
 
Das ist unser Boot "Daphne" und unsere Kabine. Das Boot gilt zwar als "First Class", ist aber schon älter und unserer Meinung eher "Medium Class", aber die Betten sind gemütlich und das Essen ist gut. Leider wird die Fahrt etwas überschattet, Nadine hat die ersten Reisebauchbeschwerden und so richtig viel essen kann sie nicht...

Bei voller Fahrt fliegen oft Fregattvögel mit dem Boot, nur wenige Meter über unseren Köpfen. Von diesen eleganten Vögeln kann sich sogar die Patrol Suisse noch was abschauen ;-)

 Ein bunter Krebs spickt aus einer Felsspalte hervor.
 Gerade am Strand angekommen (wet landing mit dem Schlauchboot), fliegt ein riesiger Schwarm Blaufusstölpel (engl. blue footed boobies) an uns vorbei.

Natürlich darf auch das obligatorische Sand-Erinnerungsfoto nicht fehlen.
 Ein junger Fregattvogel.
Ein echter Snapshot von einer Möwe.
 Das sind die berühmten Meeresechsen (engl. marine iguanas) beim Versuch, eine "Echsenpyramide" zu bilden. Sie stammen dem Aussehen nach offenbar direkt von den Dinos ab.
 Eine Meeresschildkröte (green sea turtle) auf dem Weg ins Wasser.
 Hier wachsen Kakteen direkt auf dem erkalteten Lavastrom.
 Suchbild: Wieviel Weisspitzenriffhaie sind auf dem Bild zu sehen?
 Das ist unsere bunt zusammengewürfelte Reisegruppe (in einem Lavatunnel). Sie besteht aus 6 Israelis, einer Französin mit ihrem tunesischem Partner, zwei Australiern, einer Engländerin, einem Italiener und uns beiden (Deutschen).
Der kalifornische Flamingo in einer Salzwasserlagune.
Michi beim schnorcheln im immer noch kalten Wasser.

 Auge in Auge mit der Seerobbe. Welch fantastische Schwimmer (die Robbe natürlich).
 Eine weitere Meeresschildkröte direkt an der Küste.
 So nah kann man Tieren nur auf Galapagos kommen.
 Zwei Rotschnabelausternfänger auf der Suche nach Futter.


 Wir beide mit den Rotfusstölpeln (engl. red footed boobies).

 Was macht Nadine denn da? Fotos von einem Lavafelsen?
 Nein, es ist die einzige bei Tage jagende Eule der Welt, die sich hier postiert hat.
 Auf dem Weg zu einem Landgang werden wir von einer Gruppe Delfinen begrüsst.
 Pinguine ausserhalb der arktischen Regionen? Ja, auch das ist hier möglich.
 Gratis Whale Watching auf dem Weg von einer Insel zur nächsten. Grandios.
 Wenn der Guide sagt: "Don´t move she is not going to bite you!" dann wird brav stillgehalten und die Zeit zum Fotografieren genutzt.
 Noch ein super Flieger und Fischjäger. Der Pelikan.
 Hatten wir nicht in den USA schon einmal platte Tiere? Auch die Galapagos-Landschildkröten scheinen an dieser Art der Erholung Gefallen zu finden...
 ...egal wie gross oder klein sie sind. Dieses Exemplar bringt locker 200kg auf die Waage.
 Hier die seltene Galapagos-Landechse.
 
 
Es folgen noch eine Reihe weiterer Aufnahmen von bereits erwähnten Tieren, die wir euch aber dennoch nicht vorenthalten wollen.
























Donnerstag, 6. September 2012

Ecuador - Sprachkurs Woche 2 - Lernen und Aktivitäten im Regenwald

Hallo zusammen,
 
endlich gibt es wieder Lebenszeichen von uns. Immerhin sind wir mehr als zwei Wochen im Rückstand mit unseren Reiseberichten.
Nun hier erst einmal der Nachtrag von unserer zweiten Woche Sprachkurs, die wir mit einigen Aktivitäten im Dschungel verbunden haben.
 
zum Beispiel Canyoning:
Wer hier denkt: kenne ich schon, das gibt es in den Alpen auch, liegt falsch. Man hat zwar auch Kontakt mit Wasser und einem Fluss, diesen gilt es jedoch eher stromaufwärts zu bewältigen. Zu diesem unvergesslichen Erlebnis gehören folgende Zutaten:
- 50 Hektar menschenleerer Regenwald
- Ein indigener Guide, der mit einer Machete bewaffnet, vorweg geht
- Nässe bis auf die Knochen
- Hinaufrobben in engsten Felsspalten
- Fledermäuse in der Dunkelheit
- Matsch bis zu den Knien
- Leichte Abschürfungen inklusive
- Ein tropischer Regenschauer während des Rücktransports auf der Pickup-Ladefläche

Fazit: Solche Erlebnisse haben wir uns von unserer Reise erhofft ;-)
 
Bald folgt der Bericht von der letzen Woche auf den Galapagos-Inseln.
 
Liebe Grüsse
Nadine und Michael
 


Natürlich dürfen auch wir es mal versuchen mit dem Goldwaschen. Es sieht doch einfacher aus als es ist und wir stellen uns recht unbeholfen an. Nadine hat leider kein Glück und findet kein Gold, Michael kann ein mikroskopisches Krümelchen herausarbeiten.


Nach dem Goldwaschen wollen wir noch eine Runde mit dem Kanu fahren. Leider ist das Vorhängeschloss derartig verrostet und verkantet, dass kurzerhand die Befestigung am Eisenkabel mit einem Stein zertrümmert wird. Manchmal funktioniert auch ganz einfach rohe Gewalt.

Unsere Spanischlehrerin hat sichtlich Spass am Kanufahren (auch wenn die improvisierte Sitzbank nicht so bequem ist).

Wie der Name schon sagt, regnet es im Regenwald auch hin und wieder (und wie!).

Im Bad haben wir einen ziemlich grossen Mitbewohner. Die kleine Schwester davon mussten wir leider mit dem Badeschlappen plattmachen, da sie uns zu nahe gekommen ist (igitt...). 



Auf dem Weg zu unserem Canyoningabenteuer erklärt uns unser Guide einige Pflanzen und deren Verwendung. So die "Jungle Lady", mit deren Blüten man sich hübsch machen kann und eine Palmenart, deren Fasern wie Zunder brennen.
 
Im Tal laufen wir durch einen kleinen Flusslauf. Nach einem Weilchen verengt sich das Tal zu einem schmalen Canyon, den wir hindurch und hinaufklettern müssen.
Als Michael sich an einem kleinen Ast festhällt, bricht dieser und Michael stürzt rückwärts. Zum Glück ist ausser einem Schreck und einer kleinen Schürfwunde nichts weiter passiert.

Auf der Rückfahrt auf der Ladefläche eines Pickups überrascht uns ein tropischer Regenschauer. Aber das rundet das Abenteuer irgendwie passend ab. Was für ein Erlebnis, so haben wir uns das vorgestellt :-)
 

Am nächsten Tag ist Tubing auf dem Fluss angesagt. Mit alten LKW-Reifen geht es den Fluss hinunter, es ist erstaunlich einfach, auch wenn man es natürlich nicht mit echtem Rafting vergleichen kann, macht es doch viel Spass.

Noch ein Tag später wandern wir wieder durch den Regenwald. Der riesige Baum sieht wirklich aus wie im Film Avatar und wurde wahrscheinlich deswegen auch so genannt.

Schöne Schmetterlinge und allerlei Pflanzen gibt es zu entdecken.

Unser Guide schlägt einen vermoderten Palmenstamm mit der Machete auf und fischt einige fette Maden aus dem Holz. Schnell baut er aus Palmenblättern ein Behälter und steckt die Würmchen dort ein. Als er eine weitere Made beim Holzaufhauen mit der Machete trifft, steckt er sich das Tierchen in den Mund und isst es gleich roh. Igitt! Die restlichen werden eingepackt und mitgenommen.

Nach den Würmchen gehen wir eine andere Stelle, an der unser Guide einige Yucca-Wurzeln ausgräbt. Die sollen wir heute Abend zu essen bekommen.

Die Yucca-Wurzeln und die Maden in den Palmblättern werden über dem offenen Feuer gekocht. Ein Teil der Yuccas werden anschliessend zu einem Brei zerstampft, aus dem später ein Getränk werden soll.

Zum Schlüss dürfen wir die gekochten Würmchen sogar auch probieren (Dschungelcamp lässt grüssen). Auch wenn es für die Einwohner dort ganz normal ist und die Maden als Delikatessen gelten, fährt es uns doch etwas komisch im Magen herum...
 
...und hier noch ein paar weitere Bildchen aus dem Regenwald.